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Escap-Motor für die RA-Achse

 

Die Escap-Motoren mit dem 1:12-Getrieben bringen wesentlich schnellere Positioniergeschwindigkeiten und eine höhere Genauigkeit des Antriebs. Eventuelle Fehler werden auf "nur" den Schneckenfehler reduziert (noch nicht per Messungen bestätigt, wird jedoch bald folgen, Stand 20.4.03), der meist periodisch und regelmässig ist - was die PEC der MTS leichter ausregeln kann.

Bisherige Erfahrungen mit den Original-Motoren:

Meinen Motor bekam ich aus einem Über-Kontingent eines Ingenieurbüros und wurde schon mit montiertem Getriebe geliefert. Diese Quelle existiert leider nicht mehr! Ich hoffe, dass die über Boxdörfer, Koch oder anderen Quellen beziehbaren Motor/Getriebepaare ebenfalls so aufgebaut sind. Das tropfenförmige Getriebe rechts unten trägt einen Adapterring (Bildmitte), auf den eine Flanschplatte geschraubt wird. Diese Platte ist in 120° Schritten drehbar und trägt den Schrittmotor (rechts oben).

Im Bild ist das Getriebe bereits mit M3-Schrauben so auf die Original-Motorplatte geschraubt, dass beide Befestigungs-Langlöcher noch frei sind.
Das Getriebe hat einen Bund von 10mm an der Ausgangswelle, die Platte eine 12mm-Bohrung. Aus einem Alurohr mit 12mm Aussen- und 10mm Innendurchmesser fertigte ich eine 3mm hohe Adapterhülse. Muss man aber nicht unbedingt machen....

Das Zahnrad wird mit ca. 2mm Abstand zum Motorträger befestigt.

Da das Zahnrad einen Innendurchmesser von 6mm hat, das Escap-Getriebe jedoch 5mm misst, muss man eine Hülse basteln.

Siehe dazu das folgende Bild....

Das Getriebe ist mit M3-Schrauben befestigt. Dazu habe ich in die Original-Platte zwei Gewindelöcher gebohrt.

Die Buchse besteht aus einem Kupferrohr aus dem Baumarkt.

Diese Rohre haben meist eine hohe Genauigkeit, wenn sie ohne erkennbare Naht sind. Ein 12mm langes Stück wird vorsichtig abgetrennt und entgratet.
Über die Getriebewelle geschoben kann dann das Zahnrad befestigt werden.

Die stabilere Madenschraube drückt das Rohr gegen die Ausfräsung der Getriebewelle.

Jetzt könnte der neue Antrieb eingebaut werden....

.... wenn man an die Schrauben käme, die die Platte in der Montierung befestigen.

Leider wirds etwas umständlich:

Zuerst wird das Getriebe auf der Platte in die Montierung geschraubt - dann der Adapterring mit Flansch und zum Schluss der Motor.

Der Motor ist hier schon in der "richtigen" Drehung des Adapterrings gezeigt.

Da mir die Befestigung des Motors am Getriebeflansch mit M3-Schrauben und Muttern zu viel Gefummel bedeutete, bohrte ich die Löcher am Motor auf 4mm auf und schnitt Gewinde in den Getreibeflansch.

Jetzt der Einbau:

Die Platte so festschrauben, dass das Zahnrad links unten sicher und spielfrei eingreift.

Auf der Rückseite der Montierung sind zwei silberne Abdeckschrauben zu sehen. Dahinter sieht man die Zähne der Zahnräder - beide Zahnräder müssen auf gleicher Höhe liegen. Im Bild ist das Zahnrad am Getriebe links zu sehen - das andere treibt die Schnecke an.

Wenn zwischen den beiden Zahnrädern eine Stufe zu sehen ist, muss das Zahnrad auf der Escap-Getriebewelle verschoben werden.

Nun kommt der Flansch, der den Motor trägt, auf den Adapterring...

.... und dann der Motor. Ich kann die 4 Schrauben leicht festziehen, da ich in den Flansch Gewinde geschnitten habe und nicht mit Muttern rumhantieren muss.

Wie man sieht, ist der obere Abstand zur DEC-Welle ca. Lambda/4 - vollkommen ausreichen ;-))

So, drin isser .....

Der Polsucher wird kaum abgeschattet.

Wesentlich schwieriger ist die Geschichte beim DEC-Motor - aber der wird nur gebraucht, wenn man GoTo mit der MTS betreiben will.

Für eine Verbesserung der Nachführung ist der Tausch des RA-Motors ausreichend.

Hier ist schon eine Lösung für DEC zu sehen, die ich demnächst realisiere.

Der Polsucherschacht (lila) wird nicht abgeschattet.

Da freut sich der Kanalrohrapo und mein 10"-TS-Newton!!!

Mit im Bild die selbst gebaute LCD-Anzeige für die MTS.

Durch die geniale Ingenierleistung, die auf www.deepsky.de dokumentiert ist, gelingt der Nachbau jedem, der weiss, wo ein Lötkolben heiss wird ;-))

Bisherige Erfahrungen:

Noch nicht viele:

  • Die Amplitude des schneckischen Periodenfehlers wurde nicht wesentlich verringert. Erste Messungen zeigten:
    Vorher 57" Fehler-Amplitude, mit Escap und 1:12-Getriebe ca. 48".
    Der Fehler kommt in zwei sinusförmigen Bögen mit einer ca. 4-Minuten-Pause, die recht gut ohne läuft.
    Schon jetzt kann die PEC meiner MTS-SDI recht gut ausregeln.
    Der Fehlerverlauf könnte jedoch auch von unrund laufenden Zahnrädern auf Schneckenwelle und/oder Getriebeausgangswelle herrühren....
    Weitere Untersuchungen folgen - so Himmel und Zeit will.
  • Die Positionierung bei Höchstgeschwindigkeit ist imposant!
  • Die Nachführung bei ca, 5Hz ist absolut geräuschlos. Bei 16x ist ein leises 80Hz-Brummen zu hören.
 

 

Update:

Im "Fast"-Modus der MTS stellte ich bei niedrigen Frequenzen (50 - 500 Hz) merkwürdige Geräusche und Vibrationen fest.
Entgegen den Angaben aus der Beschreibung der MTS :
Automatische Mikroschritt-Umschaltung im Fast-Modus bei der Beschleunigung: bis 450Hz 1/8-Schritt, bis 900Hz 1/4-Schritt, danach 1/2-Schritt
schienen die Motoren nur im Halbschrittbetrieb zu laufen.

Ein Anruf bei Sigurd Boxdörfer brachte schnelle Lösung:

Meine Software-Version der MTS 3 - SDI hatte einen Fehler:
Nach den gemachten Erfahrungen kann ich zum Betrieb der Escaps mit der MTS3-SDI nur zur aktuellen Version 2.14 raten!
Ein Betrieb ohne Mikroschritt (z.B. mit der MTS3-SLP) ist wegen der kleinen Vorgetriebeuntersetzung nicht zu empfehlen.

Herr Boxdörfer sendet auf Anfrage gerne die aktuelle Version per eMail zu.

 

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!

 

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Letzte Änderung: 29-Okt-2003